• 2012

    Seppl-Lauf 2012 - das Ergebnis

    Am 31. Dezember 2012 fand der 2. Seppl-Lauf zugunsten von Eva Maria Proßegger statt. Eva Maria ist seit dem Kleinkindalter durch einen Impfschaden an den Rollstuhl angewiesen.
    Da der alte Rollstuhl defekt war, musste ein neues Fahrzeug gekauft werden. Die immensen Kosten von 20.000 Euro bedeuten eine große finanzielle Belastung für Eva Maria.
    Dazu kommt die Arbeitslosigkeit trotz unzähliger Bewerbungen und einer ausgezeichneten Schulausbildung. Eva Maria lässt sich nicht unterkriegen und ist ein sehr lebensfroher Mensch. Sie will weiterkämpfen und ihren Weg machen. 411 Starter beim Seppl-Lauf 2012 Hunderte Teilnehmer aus Hochburg-Ach, Burghausen und Umgebung waren gekommen, um die 5 Kilometer lange Strecke zu gehen, walken oder laufen. Jeder so, wie er wollte.
    Beste Stimmung herrschte im Start-Ziel Bereich. Die Teilnehmer wurden mit warmen Getränken und heißen Würsteln versorgt. Es war eine wunderschöne Veranstaltung und eine glückliche Eva Maria mittendrin. Man spürte die Menschlichkeit. Jeder Starter war für Eva Maria gekommen. Für Sie wurde dieser Tag zum unvergesslichen Erlebnis.

    Danke an alle Teilnehmer, Helfer und Unterstützer, durch die auch der 2. Seppl-Lauf zu einem sehr erfolgreichen Event wurde. Die Initiatoren Walter Kopp und Hermann Gasteiger, konnten nun Eva Maria einen Scheck in Höhe von 5.400 Euro überreichen - eine große Summe, die Vieles erleichtert. Mindestens genau so wichtig war die große Anteilnahme der Menschen an Eva Maria's Schicksal. Eine unbezahlbare Erfahrung.

    (UK) Inn-Salzach-Kurier

  • Seppl-Lauf 2012 für Eva-Maria

    Eva Maria Proßegger hatte viel Pech. Nach einer routinemäßigen Schluckimpfung gegen Kinderlähmung im Babyalter, in den Jahren 1988 bis 1990, war der Schock groß. Eva Maria war kurz danach durch einen Impfschaden für immer an den Rollstuhl gefesselt. Trotz alledem ist die junge Dame eine Kämpfernatur. Sie ist eine lebensfrohe Person, die u. a. den Sport liebt.

    Ihr Lebensmotto lautet: „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren."

    Eva Maria strahlt in allem, was sie tut, ungeheuren Lebensmut aus. Hermann Gasteiger und Walter Kopp, die beiden Initiatoren des Seppl-Laufs, der im letzten Jahr ein gigantischer Erfolg war, trafen auf der Suche nach einer Person, die 2012 Unterstützung bekommen sollte, auf die Rollstuhlfahrerin. „Wir wollen ihr helfen. Sie ist unglaublich engagiert und bildet sich mit Engagement fort. Wenn wir es auf diesem Wege schaffen, dass potenzielle Arbeitgeber auf sie aufmerksam werden, dann wäre unser größter Wunsch erfüllt", unterstreicht Kopp. Die junge Hochburg-Acherin strotzt vor Energie. Sie absolvierte die Handelsschule in Wien und kümmert sich derzeit um ihre Berufsreifeprüfung. Sie hätte viel Spaß daran, als Büromitarbeiterin im Lager, in der Verwaltung, im Ein- oder Verkauf oder in den Segmenten Personal- und Rechnungswesen zu wirken. Die Innviertlerin kann sich aber auch vorstellen, als Sachbearbeiterin, Rezeptionistin oder Telefonistin ihr Können und Engagement unter Beweis zu stellen. Die begeisterte Sportlerin war früher in der österreichischen Boccia-Nationalmannschaft tätig. Sie liebt es zu schwimmen, zu paragliding oder am Fallschirm zur Erde zu segeln.

    Rückblickend auf den ersten Seppl-Lauf sind beide Organisatoren auch nach knapp einem Jahr nach diesem Silvesterfest von der Hilfeleistung der Bevölkerung fasziniert. Walter Kopp beschreibt die neue Kraft, die der schwer verunglückte Josef Wurm, zu dessen Gunsten die Veranstaltung stattfand, seit dieser Zeit geschöpft hat: „Sepp hat einen tollen Motivationsschub erhalten. Mit dem Geld, das wir damals eingespielt haben, konnte er sich unter anderem einen Fahrstuhl für sein Auto leisten. Jetzt unternimmt er mit seiner Betreuerin regelmäßig Ausflüge. Er fährt sogar an der Salzach entlang bis nach Raitenhaslach und wieder zurück. So nimmt er wieder am Leben teil. Das ist die wichtigste Botschaft, die wir mitteilen können." Silvester 2011 nahmen 640 Leuten am Seppl-Lauf teil. Mit zahlreichen separaten Spenden kamen insgesamt 15.000 Euro zusammen. Schon Wochen vor der zweiten Ausgabe werden Hermann Gasteiger und Walter Kopp auf die Veranstaltung angesprochen. Diese Idee hat den Zusammenhalt der Gemeinde gestärkt - und das wollten die Initiatoren auch erreichen.

    (UK) Inn-Salzach-Kurier

  • 2011

    Seppl-Lauf 2011 - das Ergebnis

    Voller Erfolg: „Seppl-Lauf"

    Die Benefizveranstaltung brachte eine Erlös von 14.380 Euro

    Hermann Gasteiger und Walter Kopp, Organisatoren der Benefizveranstaltung zugunsten seiner schwer verunglückten Josef Wurm, waren von der Hilfsbereitschaft der Menschen restlos überwältigt: „Mit diesem Ergebnis hätten wir nie gerechnet. Vielen Dank an alle Helfer, Teilnehmer und Spender", strahlten sie nach dem Ende des Seppl-Laufes am 31. Dezember 2011. 14.38o Euro kamen zusammen. Die Firma CTS aus Burgkirchen steuerte 2.000 Euro bei. Gründer und Inhaber Hans Gehringer war von dem Schicksal des früheren Landwirtes Josef Wurm tief bewegt, der auf der Baustelle seines Bruders schwer verunglückte und seitdem vom Kopf ab gelähmt ist. Seitdem hilft die ganze Familie, um sein Leben so lebenswert als möglich zu gestalten. Der Seppl-Lauf brachte Bürger aus der Umgebung unter dem Motto „Gemeinsam etwas bewegen" zusammen.

    Der Erlös wird zum Kauf einer Spezialmatratze und zum behindertgerechten Umbau des Autos von Josef Wurm verwendet.

    (UK) Inn-Salzach-Kurier

    Andrea Obele AÖ Wochenblatt

  • Seppl-Lauf 2011 für Sepp

    Silvesterlauf für Verunglückten

    Nach Sturz vom Haus vom Hals ab gelähmt: Benefiz-„Seppl-lauf" soll Hochburger helfen

    Der 61-jährige Josef Wurm aus Hochburg, Seppl genannt, freut sich nach langen, harten Jahren auf dem heimischen Bauernhof auf mehr Zeit für sich selbst. Doch an einem Sommertag hilft Seppl einem seiner Geschwister bei Umbauarbeiten am Haus und stürzt vier Meter in die Tiefe. Von einer Sekunde zur anderen ändert sich das Leben des Landwirts komplett. Der bis dahin immer Selbstständige ist fortan rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen. „Mein Bruder ist von den Halswirbeln abwärts gelähmt", sagt Hermann Gasteiger, „das Knochenmark ist gequetscht."

    Die ersten drei Wochen nach dem Unfall werden zu einem harten Überlebenskampf für Josef Wurm. Er kann nicht mehr selbst schlucken und es besteht die Gefahr einer Lungenentzündung. „Die Lunge muss extrem viel leisten. Die Muskeln außen herum sind nicht mehr voll funktionstüchtig und können die Atmung nicht mehr unterstützen", erklärt sein Bruder. Der Oberösterreicher überlebt und kommt für acht Monate zur Reha in eine Spezialklinik. Josef Wurm legt bis heute eine unglaubliche geistige Leistung an den Tag: „Sein Wille ist zu bewundern. Er kann sprechen und denken, aber Füße und Finger sind bewegungsunfähig. Die Arme kann er nur stark eingeschränkt bewegen", so sein Bruder. Er braucht permanente Rundumbetreuung. Während seiner Abwesenheit wurde das Haus komplett barrierefrei umgebaut. Bewegen kann sich Seppl nur noch mittels eines Spezialrollstuhls. Der alleine war sehr teuer und ist eine Spezialanfertigung für den Hochburger. Der Schwerkranke erhält täglich stärkste krampflösende Mittel, dennoch können die Symptome, die den gesamten Körper durchziehen, nicht ganz abgestellt werden. „Er will leben. Dennoch schwebt er in ständiger Todesangst, weil die Atmung das größte Problem ist. Im Prinzip ist er aber immer guter Dinge, freut sich über jeden kleinen Fortschritt", erklärt sein Bruder. Da das Rückenmark „nur" ge-quetscht ist, besteht immer noch die Hoffnung. „Wenn er alleine die Finger wieder bewegen könnte, wäre das ein riesiger Fortschritt", drückt ihm sein Bruder die Daumen. Die Familie hilft dem Unfallopfer überall. Schwester Gabi ist Seppls Betreuerin. Gerne würde das Helferteam die eine oder andere Verbesserung vornehmen. So könnte eine Spezialmatratze gut tun. Diese kostet über 4.000 Euro. Und so ist es mit vielen Dingen, die das Leben von Sepp Wurm wieder ein kleines bisschen lebenswerter gestalten würden.

    Gemeinsam mit Walter Kopp organisiert Hermann Gasteiger deshalb am 31. Dezember einen Silvesterlauf. Die Veranstaltung wird auf einer fünf Kilometer langen Strecke durchgeführt. Diese kann gelaufen, gewalkt oder auch gegangen werden. Die Aktiven können sich am Tag des Laufes anmelden und starten zwischen 12 und 13.30 Uhr. Mit 8 Euro ist man dabei. Das Programm beginnt um 11 Uhr mit einer Andacht, die bei schönem Wetter beim Naturfreundehaus (bei schlechtem Wetter: Pfarr-heim Duttendorf) stattfindet. Die Freiwillige Feuerwehr und viele andere Vereine helfen bei der Organisation und übernehmen die Verpflegung.

    Andrea Obele AÖ Wochenblatt

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